Start it up – Warum Du niemals mit Deinem eigenen Startup scheitern wirst.

Mit Selbstvertrauen und Mut zur Selbstständigkeit. 

Als wir uns vor 3,5 Jahren selbstständig gemacht haben, gab es natürlich Unsicherheiten, die uns Angst bereitet haben um diesen Schritt zu wagen. Besonders ich stellte mir oft die Frage, ob ich denn „gut genug“ sei um ein eigenes Unternehmen führen zu können. Ich hatte schließlich kaum Berufserfahrung, geschweige denn einen herausragenden Abiturdurchschnitt. 

Jacky hingegen war eher besorgt um ihren Schlaf. Halten einen die Gedanken um so viel Verantwortung vom erholsamen Schlaf ab? 

Da wir mehr oder weniger gezwungen waren schnell eine Entscheidung zu treffen, ob wir diesen Weg gemeinsam gehen oder eben nicht, lastete natürlich auch ein gewisser Druck auf uns. Gleichzeitig waren wir aber so angefixt von unserer Idee, weshalb wir jede freie Minute genutzt haben, um zu rechnen, zu planen und unsere Euphorie, durch den Gedanken endlich unser eigener Herr – oder in diesem Fall unsere eigene Frau- zu sein, zu füttern. 

Und ja, in dieser Zeit haben wir uns natürlich auch mit den klassischen Mythen der Selbstständigkeit auseinander gesetzt: zu risikobehaftet, zu stressig, zu unsicher und vor allem zu teuer. Ich schätze, hätten wir beide nicht unsere „Mentoren“ – nämlich unsere Familien gehabt, die uns den nötigen Mut zu gesprochen haben, würden wir hier heute nicht sitzen. Ein großer Dank gilt daher unseren Familien für den entscheidenden „Kick“ in die richtige Richtung.

Warum wir uns klare Deadlines gesetzt haben. 

Da wir komplett eigenfinanziert sind, haben wir uns von Beginn an eine klare Frist gesetzt um nicht unnötig Geld zu investieren: 

Und so war unsere Marschroute:

– Erzielen wir nach 6 Monaten keine Umsätze, wird die Strategie überarbeitet.

– Erzielen wir nach 12 Monaten keine Umsätze, wird der Laden wieder dicht gemacht.

Wenn wir über diese Zeit nachdenken, müssen wir fast schmunzeln. Wir hatten großes Glück, dass unsere Idee einer zukunftsorientierten Personalvermittlung im Gesundheitswesen, deren Basis eine individuelle und persönliche Unterstützung für Unternehmen und Bewerber ist, vom Markt direkt angenommen wurde. 

Jacky konnte schon nach rund 2 Wochen ihre erste Bewerberin glücklich vermitteln. Ab da ging es für uns stetig weiter bergauf. Nach knapp 3 Monaten konnten wir schwarze Zahlen schreiben, weshalb wir Gott sei Dank nie darüber nachdenken mussten MeMedix aufzugeben. 

Das Image der Selbstständigkeit. 

Wenn wir von Fremden gefragt werden, was wir denn beruflich machen und dann unsere „Geschichte“ erzählen dürfen, werden wir häufig mit großen Augen angeguckt: „So jung und schon selbstständig?“. Naja, das „jung“ lassen wir mal gern so stehen, aber warum wird die Selbstständigkeit denn häufig als so „anders“ wahrgenommen und mit einem kritischen, fast schon negativen Image versehen? Weil die Gefahr besteht zu scheitern? Weil man angeblich jeden Tag bis spät in die Nacht arbeitet und nie mehr Urlaub hat? 

Ja, das Risiko ist natürlich entsprechend hoch und auch wir wissen nicht, was morgen ist und wo unsere Reise mit MeMedix noch so hin geht. Dennoch hatten und haben wir Beide keine Angst davor zu scheitern und das aus einem ganz einfachen Grund: im schlimmsten Fall gehen wir eben zurück in das Angestelltenverhältnis. Aber dann mit einem Sack voll an Erfahrungen, Reife und einer geilen Zeit. Das Wort „Risiko“ ist in unserer Gesellschaft so negativ behaftet, obwohl man doch gerade aus solch prägenden und intensiven Phasen so viel Positives mitnehmen kann. Denn ich glaube, dass wir besonders aus schwierigen Prozessen, möglicherweise auch aus Fehlern, lernen und uns nur verbessern können.

Für jedes Problem eine Lösung. 

Blicken wir jetzt zurück auf die anfänglichen Ängste, können wir Dir mit Sicherheit sagen: Dein Abiturdurchschnitt ist kein Maßstab um ein Unternehmen führen zu können. In diesem Fall heißt es wirklich „learning by doing“. Denn auf die meisten Aufgaben bereitet Dich keine Schule und auch kein Studium vor – das Wissen und das Know-How musst Du Dir einfach selbst aneignen.  Aber genau das wird Dich stark machen und Du glaubst gar nicht, wie sehr sich dieses Investment in Dich selbst auszahlen wird. 

Natürlich wird es auch Aufgaben geben, die Dir schlichtweg nicht liegen und Dir Probleme bereiten. Aber auch dafür gibt es eine einfache Lösung: Experten, die Du Dir einkaufen kannst. Auch im Internet findest Du natürlich verschiedene Seiten und sogar Veranstaltungen, die sich auf das Thema Gründung und Unternehmertum beziehen. Außerdem erhalten mittlerweile Podcasts immer mehr motivierende Aufmerksamkeit von uns.

https://www.ihk.de/existenzgruendung-und-unternehmensfoerderung

Und zum Thema Schlaf? Bisher schläft Jacky immer noch sehr gut und, falls es doch mal etwas turbulenter in unserem Startup zu geht, hilft einfach ein gutes Glas Gin Tonic nach. Es gibt eben für alles eine Lösung :-). 

Die Chancen der Selbstständigkeit. 

Damit wir Dir die Chancen der Selbstständigkeit etwas näher bringen können, gibt es jetzt unsere Top Facts um erfolgreich mit Deinem eigenen Business, egal in welcher Form, zu starten. Denn, wie Du vielleicht nach diesem Blogbeitrag feststellen wirst, bedarf es im Vorfeld gar nicht so viel an Analysen von Zahlen, Daten, Fakten, sondern einfach nur ein bisschen mehr Vertrauen in Dich selbst. 

Let’s Go!

1. Trau Dich!

Selbstständig sein heißt mutig zu sein! Und genau das steht an oberster Stelle. Wenn Du den Willen hast, etwas zu verändern, Verantwortung übernehmen möchtest und damit auch Deine Komfortzone verlassen kannst, dann intensiviere diesen Gedanken! Du hast Nichts zu verlieren und wirst nicht nur unternehmerisch etwas bewegen, sondern Dich auch selbst extrem weiter entwickeln. 

2. Sprich mit Menschen, die Dir wichtig sind. 

Such Dir Deine eigenen Mentoren, die Dich unterstützen und Dir Mut zu sprechen. Menschen, die Dich gut kennen und Deine Stärken genau einschätzen können. Vielleicht kennst Du auch andere Selbstständige in Deinem Bekanntenkreis, mit denen Du Dich austauschen und von denen Du lernen kannst. Hab keine Angst davor „offen“ zu reden, sondern nutz Dein Netzwerk um möglichst viel im Vorfeld an Erfahrungen und Tipps aufzusaugen. So kannst Du Dich in Deiner Entscheidung bestärken und bekommst Power von Außen.

Achtung: Vermeide es mit Menschen zu reden, die Dich verunsichern und Dir die typischen Floskeln wie: „Selbstständig bedeutet Selbst und ständig“ mit auf den Weg geben. In der Regel entziehen diese Menschen einem nur die nötige Energie. 

3. USP – Was ist Dein Alleinstellungsmerkmal? 

Es wird immer eine Idee oder ein ähnliches Produkt geben. Du wirst also auch mit Konkurrenz rechnen und diese einplanen müssen. Deshalb solltest Du Dir im Vorfeld Gedanken machen, was Du anders machen und wie Du Dich von Deinen Mitstreitern abheben kannst. Worauf kannst Du den Fokus legen, wo liegen Deine Stärken und wo bist Du niemals austauschbar? Eine klare Positionierung Deiner Marke hilft dabei Vertrauen aufzubauen und in den Köpfen der Kunden zu bleiben. 

4. Authentisch bleiben. 

Wenn Du weißt, was Dein USP ist und was Dich einzigartig macht, richte genau darauf Deinen Fokus. Versuch nicht Dir irgendein Image aufzuerlegen, was nicht zu Dir und Deinem Produkt passt. Kämpfe für Deine Vision, Deine Ziele und verstell Dich nicht für andere. Am Ende entscheiden sich Kunden nicht nur für das Produkt oder die Dienstleitung, die angeboten wird, sondern für Dich als Mensch – für Denjenigen, der dahinter steht. 

5. Hartnäckige Höflichkeit hilft. 

Zeig Durchhaltevermögen und lass Dich nicht von einem „nein“ vom Kunden versunsichern. Bleib dran und kämpfe für Dich und Dein Produkt, bis Du Erfolg hast. Wenn Du hartnäckig bleibst, dabei aber stets höflich bist, wirst Du immer positiv in Erinnerung bleiben. Nutze Dein Netzwerk aus Freunden und Bekannten, die Dich unterstützen und Dir Türen öffnen könnten. Trau Dich nachzufragen, ob sie Dich vorstellen oder sogar empfehlen können. Nutze verschiedene Plattformen wie Messen und Kongresse um auf Dich aufmerksam zu machen und mit anderen aus Deiner Branche in Kontakt zu treten. 

6. Sprich mit Experten.

Auch wir haben uns im Vorfeld beraten lassen, welche Unternehmensform für uns sinnvoll ist und was wir für die Gründung noch beachten müssen. Lass Dich auch über weitere wichtige Fakten, wie Versicherungen und Steuern aufklären. Wenn du selbstständig bist, musst Du Dich privat versichern und dementsprechend kommen auch andere Kosten auf Dich zu. Wir haben von Beginn an einen Steuer-, Bank- und Versicherungsberater hinzugezogen, die uns unterstützt haben. 

Darüber hinaus macht es immer Sinn Aufgaben, die Dir nicht liegen oder die zu viel Zeit in Anspruch nehmen, abzugeben. Man kann eben nicht in Allem gut sein und es ist keine Schande Aufgaben outzusourcen.  

7. Triff eine Entscheidung. 

Weißt Du woran die meisten Unternehmen scheitern? Daran, dass sie nie gegründet wurden, weil die Angst vor dem Scheitern zu groß war. Die vermeintlich gute Idee bleibt oftmals einfach in der Schublade verschlossen. Denk immer daran, dass Du Nichts zu verlieren hast und nur gewinnen kannst. Wenn die Chancen Deiner Idee das Risiko übersteigen, Du bereit bist in Dein eigenes „Baby“ zu investieren, dann musst Du nur noch Eins tun: die Entscheidung treffen los zu legen. 

Zu guter Letzt: 

Glaub an Dich und Deine Idee. Setze Dir Deine persönlichen Meilensteine und umgib Dich im Vorfeld, aber auch währenddessen, nur mit Menschen, die Dir gut tun und Dich in Deiner Entscheidung unterstützen. 

Wenn Du Deinen eigenen Weg gehst und Dir selbst treu bleibst, wird aus Deiner Idee auch mit Sicherheit ein erfolgreiches Unternehmen. 

In diesem Sinne: lass es krachen. 

Deine Vany