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Die Hospitation – Darauf kommt es beim Probearbeiten in der Pflege an.

Wenn Du das Vorstellungsgespräch gut gemeistert hast, wird am Ende sehr häufig ein Termin für eine Hospitation seitens des Unternehmens vorgeschlagen. Denn nicht nur für die Unternehmen ist ein Probearbeitstag sehr sinnvoll, sondern auch für Dich als Bewerber. Auch wir raten unseren Talenten immer dazu, einen Tag vorab zu hospitieren. Diesen Tag solltest Du als Chance nutzen, um herauszufinden, ob der Job wirklich der Richtige für Dich ist.

Denn am Ende kommt es nicht nur darauf an, dass Du Dich beim Vorstellungsgespräch wohl gefühlt hast, die Rahmenbedingungen stimmen und der Chef einen netten und ehrlich Eindruck macht. Vielmehr sollte es Dir vor allem im Team gut gefallen sowie die Arbeitsatmosphäre und das Betriebsklima stimmen. Auch, wenn Du den Bereich schon sehr gut kennen solltest, ist doch jede Versorgung, jede Station oder Wohngruppe anders und auf ihre Art besonders. 

Es geht bei einer Hospitation also nicht darum Dein Wissen zu überprüfen oder Dich gar auszubeuten. Primär ist es eine Gelegenheit für Dich, um die künftigen Kollegen kennenzulernen und offene Fragen zu stellen, Dein neues Arbeitsumfeld zu checken und die neue Situation auf Dich wirken zu lassen. Am Ende des Tages wird Dir Dein Bauchgefühl sagen, ob Dich dieser Job mit all seinen Gegebenheiten glücklich machen kann. 

Dabei sollte Dir bewusst sein, dass ein Unternehmen eine Hospitation immer nur dann möglich macht, wenn ernsthaftes Interesse an Dir besteht. 

Natürlich wird auch ein Blick auf Dich geworfen, wie Du Dich während der Hospitation verhältst und wie Du Dich im Team einbringst.

Wie kannst Du also jetzt die Balance zwischen sicherem Auftreten, Nervosität und Kollegialität meistern?

Wir sagen Dir in diesem Blogbeitrag, auf was ein Unternehmen achtet und womit Du richtig glänzen kannst. Außerdem gibt es eine Checkliste und Tipps, damit Du für die nächste Hospitation perfekt vorbereitet bist. 

Sei stolz auf Dich.

Ganz wichtig: Mach Dir bewusst, dass die Einladung zur Hospitation schon ein positives Feedback an Dich ist. Kein Unternehmen investiert unnötig Zeit und Mühe, um Dir über Stunden alles zu zeigen, bindet Mitarbeiter und Patienten ein, wenn sie Dich am Ende nicht auch für den Job gewinnen wollten. 

Entsprechend stolz kannst Du auf Dich sein, es bis hierhin geschafft zu haben. Ein selbstbewusstes Auftreten darfst Du Dir also bei der Hospitation mehr als erlauben. 

Die Vorbereitung 

Damit die Selbstsicherheit am Tag der Hospitation von ganz allein kommt, hilft es, wenn Du Dir im Vorfeld einige Informationen einholst. So kannst Du der Nervosität entgegen wirken und weniger „verkopft“ in den Tag starten. Wahrscheinlich wirst Du durch die Vorbereitung und das Vorstellungsgespräch selbst schon einiges über das Unternehmen erfahren haben. Jetzt geht es also darum, Dich auf das Team und den Bereich einzustellen. Da es mehrere Arten von Versorgungsformen (ambulant, stationär) und Bereichen (Gerontopsychiatrie, Intensivmedizin, Altenpflege etc.) und entsprechende Unterschiede in der Arbeitsweise gibt, solltest Du Dir im Vorfeld darüber klar sein, was Dich bei der Hospitation erwartet. 

Nutze diese Checkliste für die perfekte Vorbereitung: 

  • Wer wird Dich empfangen? 
  • Hast Du einen Kontakt/Ansprechpartner? 
  • Wer wird Dich einarbeiten? 
  • Hast Du Dir eine Telefonnummer abgespeichert, falls Du Dich unerwartet verspäten solltest oder Dir sogar etwas dazwischen kommt (plötzliche Krankheit o.ä.)? 
  • Hast Du eine genaue Adresse? 
  • Wo sollst Du klingeln? (Name des Patienten in Einzelversorgung)
  • Weißt Du schon etwas über den Patienten/die Patienten? 
  • Wie groß ist die Wohngruppe/die Station/der Wohnbereich? 
  • Sind Angehörige vor Ort? (Einzelversorgungen)
  • Benötigst Du eine besondere Dienstkleidung oder wird Dir diese vor Ort gestellt?
  • Hast Du Fragen an Deine Kollegen, die Du unbedingt stellen möchtest? Schreib Dir diese am Besten vorher auf, damit Du sie am Tag der Hospitation nicht vergisst.

Außerdem kannst Du so richtig beim Unternehmen und Deinen neuen Kollegen punkten: 

  • Sei unbedingt pünktlich.
  • Stell Dich zu Beginn im Team, aber auch bei den Patienten mit Deinem Vornamen vor. 
  • Sei freundlich und offen. 
  • Nimm Dir etwas zu Schreiben mit, damit Du Dir Notizen machen kannst. 
  • Bevor Ihr in ein neues Krankenzimmer geht, lass Dich von Deinen Kollegen über den Patienten und das Krankheitsbild briefen. 
  • Zeig Interesse, indem Du Fragen stellst und aktiv Deine Unterstützung anbietest. 
  • Vermeide die Arbeit Deiner Kollegen negativ zu kommentieren oder gar zu kritisieren. 
  • Stelle Fragen zum Team und zum Pflegedienst, um Dein neues Umfeld noch besser kennenzulernen.

Das Vorstellungsgespräch bringt Gewissheit, ob die Rahmenbedingungen stimmen. 

Jetzt gilt es zu überprüfen, ob Du Dich auch im Team und der Versorgung langfristig wohl fühlen kannst.

Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass Bewerber die Hospitation als „überflüssig“ oder sogar als „Ausbeute“ definieren und deshalb ablehnen. Mach Dir bewusst, dass diese Möglichkeit unverbindlich zu schnuppern, Deine möglichen neuen Kollegen und das gesamte Umfeld kennenzulernen nur positiv für Dich ist. Auch, wenn Du für diese Stunden keinen Anspruch auf eine Entlohnung hast, kannst Du mit diesen Probearbeitsstunden durch neue Erfahrungen und Einblicke nur gewinnen. 

Wenn Du nach der Hospitation nicht nur ein positives Bauchgefühl hast, sondern auch die Sympathie stimmt, kannst Du Dich umso mehr auf den neuen Start freuen. 

Solltest Du Dir nach der Hospitation trotzdem noch unsicher sein, stell Dir folgende Fragen: 

  • Was hat mir gut gefallen?
  • Was hat mir nicht gefallen? 
  • Habe ich mich im Team wohl gefühlt?
  • Kann ich mir vorstellen dort langfristig glücklich zu werden?
  • Wie war die Kommunikation untereinander? Wurde ich gut integriert?
  • Was hat mir an der Zusammenarbeit mit den Kollegen besonders gefallen?
  • Wie hat das gesamte Betriebsklima auf mich gewirkt? 
  • Wurden mir meine Fragen beantwortet und konnten mir Ängste genommen werden? 
  • Freue ich mich jetzt schon auf den ersten Arbeitstag?

Ich hoffe, dass ich Dir mit diesem Beitrag nicht nur deutlich machen konnte, dass ein Hospitationstag viele Vorteile hat und in jedem Fall von Dir als Chance genutzt werden sollte, sondern die Checkliste Dich auch bei der Vorbereitung auf den großen Tag unterstützen kann. Glaub an Dich und bleib wie Du bist, dann kann gar nichts schief gehen. 

Viel Glück auf Deinem Weg zum Traumjob

Deine Vany