Corona: Zwang zu digitalen Veränderungen.

Handlungsempfehlungen für eine optimale Personalbeschaffung im Gesundheitswesen. 

Social Distancing. Ausgangssperre. Home Office. 

Wie kann in so einer Phase die Personalbeschaffung überhaupt weiter gehen? 

Derzeit befinden wir uns alle in einem Ausnahmezustand. Konzerne stehen teilweise komplett still, Mitarbeiter sind seit Tagen im Home Office und/oder in der Kurzarbeit. Wir machen uns Sorgen, vor allem darüber, was uns die Zukunft bringt. 

Es gibt aber auch Berufsgruppen in denen der Arbeitsalltag weitergehen muss. Berufsgruppen, die derzeit sogar noch mehr leisten als jemals zuvor. Wohingegen andere gerade wohl oder übel gezwungen werden ihr Pensum runter zu schrauben und zu endschleunigen, werden in diesem Bereich alle Hebel in Bewegung gesetzt um noch mehr leisten zu können. Mitarbeiter müssen daher schnell und direkt rekrutiert werden. 

Diese Branche bereitet sich auf einen Massenanfall an Infizierten vor – auf den Tag „X“, den keiner genau vorhersagen kann. Mit dieser Branche meine ich unser Gesundheits- und Sozialwesen. Unser aktuelles Fundament, diese wertvollen „Mitarbeiter“, leisten Unmögliches – ohne dabei ausreichend Materialien nutzen zu können. Dieses Fundament geht an und teilweise über ihre Belastungsgrenze hinaus. Ja, das taten sie auch schon vor „Corona“ – jetzt aber ganz bewusst unter völlig anderen Bedingungen. 

Und während unsere Pflegekräfte jetzt schon teilweise an ihrem geistigen und körperlichen Limit arbeiten, haben sie immer im Hinterkopf, dass der eigentliche „Ansturm“ noch kommen wird. Wie, wann, wo, wie lange…das weiß wirklich niemand. 

Die ganze Welt hält auf Grund von „Corona“ gerade den Atem an. Gleichzeitig kämpfen auch andere Patienten mit verschiedenen Krankheitsbildern (beispielsweise ALS, COPD ö.Ä.) weiterhin um ihr Leben und benötigen eine intensive medizinische Betreuung und Behandlung. Und auch hier fehlt es im Übrigen immer noch an ausreichend Pflegepersonal. 

Damit meine ich zum Beispiel unsere außerklinischen Intensivpflegedienste, die deutschlandweit über 25.000 Patienten jeder Altersstufe versorgen. 25.000 !

Außerklinisch bedeutet eine medizinisch und pflegerische Versorgung in der eigenen Häuslichkeit (1:1) oder in einer Wohngruppe (sogenannten WG’s). 

Diese Patienten sind größtenteils ebenfalls auf Beatmungsmaschinen angewiesen. Patienten mit einer solchen Erkrankung, verbunden mit zu wenig Personal würde einen Aufenthalt in einer Intensivstation eines Krankenhauses bedeuten um die notwendige Versorgung weiterhin zu gewährleisten. 

Müsste also nur ein Teil dieser Patienten stationär aufgenommen werden, würde höchstwahrscheinlich das gesamte „Corona – Intensivmanagement“ zusammen brechen. 

Ob diese Patienten derzeit in der Kalkulation für „Intensivbetten“ mit Beatmungsmaschinen einkalkuliert werden, halte ich für fraglich. 

Genau diesen Bereich betreuen wir von MeMedix primär – und das schon von Beginn an! 

In dieser Krise, die uns Global bewegt, möchten wir daher noch stärker für unsere Kooperationspartner da sein und sie unterstützen. Wir setzen alles daran um in dieser dynamischen Situation unsere Unternehmen mit dringend benötigtem Personal zu versorgen und so einen Zusammenbruch des Systems zu vermeiden. 

Täglich stellen wir derzeit fest, dass viele „Berufsaussteiger“ der Pflege in der momentanen Situation kurzfristig zurück in ihren erlernten Beruf möchten um so ihre Hilfe und Unterstützung anzubieten. 

Andere Pflegekräfte möchten ebenfalls schnellstmöglich, aus verschiedenen Gründen, wechseln. 

Für uns bedeutet das: schnelles Handeln. 

Da es aber grob fahrlässig wäre in diesem Bereich Vorstellungsgespräche zu führen oder gar Hospitationen anzubieten, reagieren wir mit entsprechenden Maßnahmen für unsere Kunden. 

  1. Wir erfragen noch gezielter alle Voraussetzungen der Bewerber ab und geben diese sehr detailliert an unsere Unternehmen weiter. 
  2. Wir geben im Vorfeld alle wichtigen Informationen über die Versorgungen und Rahmenbedingungen der Unternehmen an unsere Bewerber weiter um wenig Spielraum für Absagen zuzulassen. 
  3. Wir organisieren ein direktes Gespräch via Telefon, Skype oder Zoom. 

Skype, Zoom – eine völlig neue Welt für das doch so konservative Gesundheitswesen. 

Doch, was dem Einen noch so fremd erscheint, ist derzeit das perfekte Tool um weiterhin einen optimalen Bewerbungsprozess gestalten zu können. Viele unserer Kunden sind dennoch scheu diesen neuen „Schritt“ zu gehen, obwohl Bewerber diese Art der schnellen Kommunikation als sehr positiv erachten. 

Daher erklären wir unseren Kunden die Vorteile und geben vorab einige Handlungsempfehlungen um Ihnen ein müheloses Rekrutierungsverfahren zu ermöglichen. 

Die Vorteile dieses Auswahlverfahrens: 

  • Geringer Zeitaufwand: Bewerber können direkt kennengelernt und die nötigen offenen Fragen geklärt werden. 
  • Hohe Arbeitgeberattraktivität: Bewerber rechnen Pflegediensten (und auch anderen Unternehmen aus dem Gesundheitswesen) diese professionelle und digitale Lösung hoch an. 
  • Schnelle Entscheidung: Bewerber können nicht nur akustisch, sondern auch visuell wahrgenommen werden um einen ersten Eindruck gewinnen zu können.

Handlungsempfehlungen: 

Im ersten Schritt sollten die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geklärt werden. Da auch die Bewerber nicht wissen, wie sie mit der ungewöhnlichen Situation umgehen sollen, müssen folgende Punkte schon zu Beginn geklärt werden: 

  • Zeiten einhalten: Telefon- oder Skypetermine sollten unbedingt eingehalten und nicht verschoben werden.
  • Vorstellung des Unternehmens: Unternehmen sollten hier die Werbetrommel rühren und möglichst viel über ihr Unternehmen und ihr Leitbild kommunizieren.
  • Bewerberansprache: Eine freundliche Ansprache auf Augenhöhe ist für unsere Bewerber höchst relevant. 
  • Beschreibung der Versorgung/Patientenbild: je mehr Details die Bewerber über die entsprechende Stelle erhalten, desto größer ist die Chance, dass sie sich dafür aussprechen. 
  • Rahmenbedingungen: Informationen über das Gehalt, die Möglichkeit von Weiterbildungsmaßnahmen und Urlaubsplanung sind sehr entscheidend und sollten deshalb klar kommuniziert werden. 
  • Hospitation: Da eine Hospitation in den 1:1 Versorgungen derzeit auf Grund von zu hoher Ansteckungsgefahr für die Patienten kaum möglich ist, sollten Alternativen vorgeschlagen werden. 
  • Beschreibung von Erwartungen: Anforderungen an den Bewerber sollten im Vorfeld deutlich gemacht werden. Wichtig: es sollten realistische Wünsche sein, die sich auf die konkrete Stelle beziehen. 

Außerdem hilft unsere Checkliste ein optimales Interview führen zu können: 

  • Qualifikation des Bewerbers:
  • Zusatzqualifikationen: 
  • Erfahrung im Bereich der außerklinischen Intensivpflege: 
  • Umfang (Voll- oder Teilzeit): 
  • Dienstzeiten (Tag-/Nachtdienste/flexibel): 
  • Wechselmotivation: 
  • Gehaltsvorstellung: 
  • Einsatzort bzw. Fahrbereitschaft in km: 
  • Einstiegsdatum:
  • ….

Auf Wunsch erhalten Unternehmen die vollständige Checkliste von uns per Mail (Anfrage an: info@memedix.de

Geeignetes Fachpersonal zu finden, ist seit geraumer Zeit ein stetiger Kampf. Die derzeitige Situation stellt uns hierbei vor eine ganz neue Herausforderung. 

Und, weil uns gerade enorm viel Flexibilität und Planungssicherheit genommen wird, ist genau jetzt die richtige Zeit neue Wege einzuschlagen. Das gesamte Gesundheitswesen durchlebt gerade einen lang ersehnten Imagewechsel, der uns hoffentlich langfristig aufatmen lässt. Prozesse werden optimiert und angepasst. Unsere Gesellschaft zeigt ihre Wertschätzung und ihren Respekt. Langfristig hoffen wir auf andere Gehaltsstrukturen und Rahmenbedingungen für Pflegekräfte. 

In diesem Zusammenhang ist derzeit jedoch nicht ausschließlich die Politik gefragt, den nötigen Rahmen hierfür zu schaffen, sondern auch Sie als Unternehmen um genau jetzt digitale und automatisierte Abläufe zu etablieren. 

Heben Sie sich von anderen Unternehmen durch innovative, attraktive und effiziente Prozesse ab und gewinnen Sie so an neuen Fachkräften für Ihr Unternehmen. 

In times of change the greatest danger is to act with yesterday’s logic“. (Peter Drucker). 

In diesem Sinne: be digital. 

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